Erste Vliese, letzte Felle

Aktueller Nachtrag: Der Andrang war riesig, es sind im Moment nur noch folgende Vliese zu haben – die nächsten Vliese stelle ich ab Mitte Januar ins Netz:
JSW3, schwarzgefleckt, Herbstlamm (halbes Vlies)
Mö18B, schwarz-gefleckt, Herbstlamm
D12, schwarz-leichtergraut-botnótt, Jährling

Die letzten Wochen waren mit Schneestürmen, dem Kalender und dem Traktor so „belegt“, dass für die Wolle wenig Zeit blieb – gerade soviel, sie zu fotografieren, bei Bedarf auszusortieren, zu verpacken und die aktuellen Mitfluggelegenheiten nach Deutschland zu nutzen (inkl. der umfangreichen Orga drumherum). Nun aber erscheinen die aktuellen Vliese endlich nach und nach hier im Netz! (Und die verkauften werden bald wieder gelöscht, damit alles übersichtlich bleibt.) Alle sind bereits in Deutschland und können kurzfristig von den Caritas-Werkstätten in der Eifel aus verschickt werden.

Achtung:

  • Bitte nicht auf die automatischen Benachrichtigungen für diesen Beitrag antworten – das landet im Nichts! Ihr erreicht mich für Bestellungen und Fragen hier.
  • Und: Die dortige Voransicht ist nicht aktuell – unbedingt den Beitrag direkt auf der Internetseite anschauen, nicht nur in der Mail!

Die Abkürzungen geben Hinweise darauf, von welchem Hof die Wolle kommt – hier in Island gibt es ja keine Dörfer, sondern nur Einzelhöfe (und Kaufmanns- oder Fischerorte bzw. Städte ohne Landwirtschaft). Wer genau schauen will, wo der jeweilige Hof liegt, klickt hier und gibt oben links im Feld „leita í korti“ den Hofnamen als Suchbegriff ein (am besten kopieren, damit die Sonderzeichen korrekt dargestellt werden).

B = Breiðavað (bei Blönduós)
Bj = Bjarnastaðir (Austur-Húnavatnssýsla)
Si = Sigursteinn Bjarnason, Stafn (Svartárdalur)
Mö = Möðruvellir (Eyjafjörður)
H = Hof (Vatnsdalur, Austur-Húnavatnssýsla)

Wer nicht bereits Erfahrung mit dem Islandwollprojekt hat, liest sich bitte unbedingt die Hinweise rund um den Vlieskauf durch (Bestellmöglichkeiten, Versandkosten, Weichheitsskala usw.). Zum Vergrößern bitte auf jedes Foto einzeln klicken!

Und noch zum Vorgehen – um das volle Potenzial der Wolle auszuschöpfen, empfehle ich: als erstes Unterwolle und Deckhaar trennen und getrennt verspinnen, erst nach dem Spinnen waschen. Mehr dazu gibt es ebenfalls im gerade genannten Link.


für Kenner: Ruck-Zuck-Vliese

Diesen Herbst hatte ich das Glück, dass mir der Bauer & Schafscherer Bjarki vom Hof Breiðavað (richtig, der mit den Ziegen und den Border Collies und den Gänsen usw.) speziell zugearbeitet hat. Er schert jedes Jahr mehrere tausend Schafe auf verschiedensten Höfen unserer Region, vor allem im Herbst, und konnte dabei etliche qualitativ hochwertige Vliese in besonders seltenen Farben für mich zur Seite legen. Die jeweiligen Bauern waren natürlich begeistert, denn genau diese Farben gelten bei der Wollindustrie als vollkommen wertlos! Außerdem konnte er etliche seiner eigenen nichtweißen Lämmer sofort scheren, nachdem sie in den Stall kamen, so dass diese Vliese äußerst sauber sind.

Top-Vliese dieser Art sind für mein Empfinden derartig überzeugend, dass drei Aufnahmen und eine Kurzbeschreibung reichen, wenn man die Vliese von Islandschafen und speziell -lämmern bereits kennt. Ich habe sie „Ruck-Zuck-Vliese für Kenner“ genannt:

  • nur 3 bis 4 Fotos pro Vlies
  • Beschreibung verkürzt
  • nicht aussortiert, daher 10 % Rabatt (im Preis bereits berücksichtigt)
  • meist ganze Vliese
  • meist Lammvliese (daher max. 1 bis 2 kg)
  • Weichheit ++++ bis +++++, falls nicht anders erwähnt

Bei einigen der Ruck-zuck-Wollspender/innen war ich bei der Schur dabei und habe fotografiert, so dass Ihr Euch im wahrsten Sinne des Wortes ein Bild von ihnen machen könnt! Auch Bjarki in Aktion ist einmal zu sehen.

Zusätzlich gibt es (weiter unten) nach wie vor Vliese mit der gewohnt ausführlichen Beschreibung.


verkauft B gols7, golsótt, Herbstlamm, 1,1 kg (berechnet 1 kg): weiß bis golden mit vielfach silberner Unterwolle – sehr seltene Farbe (dunkler Bauch, Kehle und Kopf, helle „Decke“ = „golsótt“); 52 Euro


verkauft B gols3, golsótt, Herbstlamm, 1,1 kg (berechnet 1 kg): weiß bis golden mit größtenteils silberner Unterwolle – sehr seltene Farbe (dunkler Bauch, Kehle und Kopf, helle „Decke“ = „golsótt“); 52 Euro


verkauft B bíld1, weitestgehend weiß, Herbstlamm, 1,2 kg (berechnet 1,05 kg): weitestgehend reinweiß, rötliche Töne sind staubbedingt und verschwinden weitestgehend nach dem Waschen (farbige Wangen, weißer Körper = „bíldótt“); 54 Euro


verkauft B grátt3, dunkelgrau, Herbstlamm, 1,05 kg (berechnet 0,95 kg): silbergrau bis anthrazit und schwarz; 50 Euro


verkauft B grátt2, hellgrau, Herbstlamm, 1,65 kg (berechnet 1,45 kg): weiß über silbergrau, rötlich, anthrazit und schwarz, äußerst fein; 74 Euro


verkauft B grátt1, grau, Herbstlamm, 1,1 kg (berechnet 1 kg): hellsilbergrau bis anthrazit und schwarz; 52 Euro


verkauft B mógols2, rotbraun-golsótt, Herbstlamm, 1,15 kg (berechnet 1,05 kg): wollweißes bis goldenes Deckhaar, Unterwolle vielfach rötlich-silbern – äußerst seltene Farbe, noch deutlich seltener als golsótt mit silberner Unterwolle; 54 Euro


verkauft B mógols1, rotbraun-golsótt, Herbstlamm, 1,35 kg (berechnet 1,2 kg): wollweiß bis golden, vereinzelt mit rötlichen Tönen (rötliche Streifen in der Mitte der Locken sind dagegen staubbedingt und verschwinden nach dem Waschen); 62 Euro


verkauft B gols2, golsótt, Herbstlamm, 1,1 kg (berechnet 1 kg): weiß bis golden mit vielfach silberner Unterwolle – sehr seltene Farbe (dunkler Bauch, Kehle und Kopf, helle „Decke“ = „golsótt“); 52 Euro


verkauft B schw4, schwarz, Herbstlamm, 1,4 kg (berechnet 1,25 kg): tiefschwarz, nur vereinzelt leicht bräunlich aufgehellte Deckhaarspitzen, Weichheit ++++ bis +++++; vereinzelt mit Grassamen/Heustückchen durchsetzt (s. Foto mit Zeigefinger); 60 Euro


Vliese in gewohnt ausführlicher Beschreibung

JSW3, schwarzgefleckt, Herbstlamm, 0,65 kg (verkauft) + 0,7 kg (noch zu haben): Weichheit +++ (teils ++++), sehr viel Unterwolle, sehr langes Deckhaar; sehr locker, an einzelnen Stellen (Schenkel) leicht verschmutzt, ansonsten sehr sauber; an einzelnen Stellen Doppelschnitt möglich, daher leicht günstiger; anteilig nur wenige schwarze Flecken, Weißanteil mit reinweißer Unterwolle und reinweißem bis hellgoldenem Deckhaar (rötlich-graue Töne wie auf dem letzten Foto sind staubbedingt und verschwinden nach dem Waschen); 27 Euro (verkauft) bzw. 29 Euro (noch zu haben)


Mö18B, schwarz-gefleckt, Herbstlamm, 0,6 kg + 0,7 kg: Weichheit +++ bis ++++, viel Unterwolle, langes glänzendes Deckhaar; an einigen Stellen Doppelschnitt möglich, an einigen Stellen Grassamen/Heustückchen (siehe letztes Bild), daher günstiger; sehr sauber, sehr locker; Deckhaar wollweiß bzw. tiefschwarz, teils ergraut, vereinzelt rotbraun aufgehellt; Unterwolle reinweiß bzw. tiefschwarz/leicht ergraut; 27 Euro bzw. 32 Euro, gemeinsam 55 Euro. [Achtung: Fotos teils mit Farbstich, die Wolle ist nicht grünlich!]


D12, schwarz-leichtergraut-botnótt, Jährling, 0,9 kg + 1,15 kg: Weichheit ++ bis +++, sehr viel Unterwolle, eher kürzeres bis mittellanges glänzendes Deckhaar; sehr locker, an einzelnen Stellen Filzknubbel vom Vorjahresvlies in den Deckhaarspitzen (s. letztes Foto, teils leicht abziehbar), an einigen Stellen Doppelschnitt möglich, daher günstiger; an einzelnen Stellen mit kleinen Heustückchen durchsetzt (s. vorletztes Foto), ansonsten sehr sauber; weitestgehend schwarz bis tiefdunkelbraun, an einzelnen Stellen ergraut oder mit einzelnen weißen Haaren durchsetzt; in den Randbereichen einzelne weiße Locken mit silbernem Übergang („botnótt“ = heller Bauch und Kehle); 30 Euro bzw. 38 Euro, gemeinsam 61 Euro


Hier erscheinen ab Mitte Januar weitere Ruck-Zuck-Vliese und Vliese mit ausführlicher Beschreibung – es werden dafür keine erneuten Benachrichtigungen verschickt. Am besten dann immer mal wieder reinschauen!



2 Lammfelle und 1 Ziegenfell

Die Caritas-Werkstätten strukturieren um und können ab Februar nur noch Bücher/DVDs, aber keine Wolle und Felle mehr versenden. Für die Vliese zeichnet sich schon eine Alternativlösung ab, Felle werde ich aber nur noch in Ausnahmefällen anbieten.

Hier daher die letzten verfügbaren Lammfelle – und 1 Ziegenfell vom Hof Breiðavað (dessen Erlös direkt an Bjarki & Stefanía geht – mehr Infos zum Ziegenfellprojekt gibt es hier – isländische Ziegen sind vom Aussterben bedroht, der Fellverkauf hilft also beim Erhalt dieser besonderen alten Rasse):


Fell AE, golsótt, ca. 95 x 40 bis 50 cm: üppig und äußerst seidig-weich, weißes und hellgoldenes Deckhaar, schwarzer Rand, Unterwolle vielfach silbern (s. 5. und 6. Foto), Mangel: kahle Stelle, die jedoch von den angrenzenden Haaren verdeckt wird (s. drittletztes und vorletztes Foto, die jeweils dieselbe Stelle zeigen); 78 Euro


Fell 2-C, schwarz-gefleckt, ca. 78 x 78 cm, 2. Wahl: äußerst weich und seidig, originelle Farbverteilung in weiß bis cremefarben und tiefschwarz, in der Unterwolle einzelne silberne „Dalmatinerflecken“ (s. 4. bis 6. Foto), Mangel: Schnitt und wenige Kleinstlöcher (s. drittletztes und vorletztes Foto), ansonsten einwandfrei; 92 Euro


Ziegenfell 7: 120 Euro (an Bjarki & Stefanía, Breiðavað)

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